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In der Marketing-Branche ist man sich mittlerweile einig, dass Bewegtbild-Content zur emotionalsten und vielleicht auch wirkungsvollsten Kommunikationsform gehört. Ob für Recruiting-Kampagnen, das Unternehmens-Image oder gezielte Produkt-Promotion: Mit Film erreicht man besonders auf digitalem Wege eine breite Zielgruppe.

Wenn man nach den passenden Keywords sucht, stößt man auf unzählige Angebote und Begrifflichkeiten wie „Imagefilm“, „Industriefilm“, „Unternehmensfilm“, „Promotion Video“, „Produktfilm“, „Werbespot“ oder „Erklärfilm“. Doch keine Sorge, Produktionsfirmen und Agenturen nutzen oft unterschiedliche Begriffe für so ziemlich die gleichen Bedeutungen. Wir bringen etwas Licht ins Dunkle und zählen die wichtigsten Unterschiede auf.

Imagefilm oder Industriefilm?

Im ersten Schritt unterscheiden wir zwischen Imagefilm und Industriefilm. Fachwörter, die oft vertauscht werden. Während der Imagefilm durch eine emotionale Story das Image des Unternehmens fördert, legt der rein informative Industriefilm den Fokus auf die Verkaufsmaximierung. Der Industriefilm präsentiert das Unternehmen sachlich und informiert über die Geschichte, Vision und Abläufe des Unternehmens. Oft arbeitet man mit Animationen und einem eher dokumentarischen Sprechertext.

Der Imagefilm spricht den Zuschauer emotional an und – wie der Name schon sagt – fördert das Image des Unternehmens oder der Institution. Durch den Einsatz von szenischen Bildern und einen konzeptionellen Ansatz wird der Zuschauer durch eine Story angesprochen,  ähnlich wie in einem Werbe- oder Kinofilm.

 

Oft werden die Ansätze eines Industrie- und Imagefilms miteinander verschmolzen: Unternehmen möchten zwar in ihren Filmen den Zuschauer emotional packen, doch im gleichem Atemzug auch über Fakten, Abläufe und die Firmengeschichte informieren. Wegen dieser Mischformen sind unzählige Begriffe entstanden: Unternehmensfilm, Feature Film, Promotion Video oder Corporate Video.

Werbefilm oder Imagefilm?

Imagefilme und Werbefilme sind sehr ähnlich. Für beide Arten von Film werden Drehbücher geschrieben, Storyboards gezeichnet und mit professionellen Schauspielern und Sprechern zusammen gearbeitet. Die Produktion ist ähnlich aufwendig, umfangreich und bedarf echtem KnowHow. 

Ein klarer Unterschied ist die Länge beider Formate: Während ein Imagefilm im Internet oder auf Messen präsentiert wird, müssen für einen Werbefilm finanziell aufwendige Werbeplätze gebucht werden. Da jede Sekunde bares Geld kostet, achtet man bereits bei der Vorplanung auf die spätere Länge.

Ein weiterer konzeptioneller Unterschied fällt bei der Zielgruppe auf: Egal ob im TV oder auf YouTube, Werbefilme werden oft an unpassender Stelle im Werbeblock, als überspringbare Videoanzeige oder als Bumper ausgespielt. Aus diesem Grund müssen Werbefilme auf den ersten Blick funktionieren. Die spannendsten Bilder und Fakten sollten im Optimalfall direkt zu Beginn gezeigt werden, da die Zuschauer in diesem Moment am aufmerksamsten sind. Selbst wenn nach wenigen Sekunden die wichtigste Botschaft vermittelt wurde, sollten die Zuschauer auch danach aufmerksam und im Optimalfall interessiert bleiben.

Normalerweise wird der Imagefilm bewusst von einer interessierten Zielgruppe konsumiert. Aus diesem Grund kann die klassische Spannungskurve mit umfangreicheren Informationen eingesetzt werden. Um die Zuschauer nicht zu langweilen, sollte der Imagefilm authentisch, emotional und kurzweilig umgesetzt werden.

Ein weiterer Unterschied ist die Zielsetzung: Ein Werbefilm stellt die Vorzüge eines Produkts oder einer Dienstleistung heraus und möchte den Zuschauer zum Kauf animieren. Ein Imagefilm hingegen stellt den Inhalt und die Botschaft der Firma in den Mittelpunkt.

… und was ist mit Produktfilmen und Erklärfilmen?

Im Gegensatz zum Werbeclip, der in möglichst kurzer Zeit auf bezahlten Werbeplätzen Kaufinteresse wecken möchte, dient ein Produktfilm reinen Informationszwecken. Ähnlich wie ein Imagefilm, wird der Produktfilm insbesondere auf der Website, im Onlineshop oder auf Messen eingesetzt und von einer bereits interessierten Zielgruppe angesehen. Die Zuschauer sollen sich ein eigenes Bild von dem dargestellten Produkt machen, über die Mehrwerte informiert werden und Informationen zur Handhabung des Produkts erhalten. Man kann bei einigen Produktionsfirmen auch automatisierte Produktvideos bestellen: Dies sind Filme „von der Stange“, die beispielsweise aus einer Foto-Slideshow zusammengestellt wurden und lediglich eine Aneinanderreihung von Bildern sind. Aus diesem Grund sollte man auch beim Produktfilm in ein professionelles Konzept und eine hochwertige Umsetzung investieren, damit bei den Zuschauern Emotionen geweckt werden.

 

Erklärfilme sind nicht länger als drei Minuten und erklären mit simplen Animationen, prägnanter Sprache und simplem Storytelling komplizierte Sachverhalte. Unternehmen oder Organisationen erstellen oft Erklärfilme, um ihre Kunden und Mitglieder direkt anzusprechen und über komplexe Themen zu informieren. Anders als im Produktfilm setzt man beim Erklärfilm fast ausschließlich auf 2D- oder 3D-Animationen und spricht durch ein ausgeklügeltes Storytelling eine breitere – oft branchenferne – Zielgruppe an.

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