Was passiert eigentlich, wenn ein Dreh spontan abgesagt wird?

Ein Drehtag ist geplant.

Das Equipment ist gepackt.

Das Team steht bereit.

Und am Abend vorher sagt der Kunde ab.

Was passiert dann eigentlich?

Diese Frage bekommen wir in der Videoproduktion tatsächlich öfter gestellt. Deshalb möchten wir einmal transparent erklären, wie wir bei 360 Grad Creations mit kurzfristigen Drehabsagen umgehen.

Videoproduktion im Studio – Kameramann von 360 Grad Creations bereitet Kamera für einen Dreh vor

Wenn ein Dreh verschoben werden muss

Zunächst einmal: Der Grund ist entscheidend.

In der Praxis gibt es viele Situationen, in denen ein Dreh kurzfristig verschoben werden muss. Zum Beispiel:

  • Eine wichtige Person im Film ist krank geworden
  • Das Wetter schlägt plötzlich um (besonders bei Outdoor-Drehs relevant)
  • Es ist etwas Unvorhersehbares passiert

In solchen Fällen ist das für uns kein Drama.

Wir verschieben den Drehtag in der Regel unkompliziert und suchen gemeinsam einen neuen Termin.

Natürlich muss man auch hier über Kosten sprechen, die zu diesem Zeitpunkt nicht mehr rückgängig gemacht werden können. Dazu gehören beispielsweise:

  • bereits gebuchte Hotels
  • Freelancer oder zusätzliche Crew-Mitglieder
  • externe Dienstleister
  • Miet-Equipment

Diese Positionen lassen sich oft nicht mehr stornieren, weil sie bereits fest eingeplant wurden.

Filmproduktion im Freien – zwei Videoproduzenten von 360Grad Creations überprüfen Kamera und Ton während eines Drehs

Was passiert bei einer kurzfristigen Drehabsage ohne Grund?

Anders sieht es aus, wenn ein Projekt sehr kurzfristig und ohne konkreten Grund abgesagt wird – obwohl der Dreh bereits vollständig vorbereitet ist.

Ähnlich wie bei einer Hotelbuchung arbeiten auch Filmproduktionen mit vertraglich geregelten Fristen.

Wird ein Drehtag extrem kurzfristig abgesagt, kann es passieren, dass die vollen oder nahezu vollständigen Produktionskosten für diesen Drehtag anfallen.

Der Grund dafür ist einfach: Zu diesem Zeitpunkt ist in der Regel bereits sehr viel Arbeit passiert.

Zum Beispiel:

  • Das Konzept wurde entwickelt
  • Der Drehplan steht
  • Team und Technik wurden geblockt
  • Dienstleister wurden gebucht
  • Viele Stunden Vorbereitung wurden investiert

Ein Drehtag ist also selten nur der Drehtag selbst – er ist das Ergebnis vieler vorbereitender Schritte.

Kameramann von 360Grad Creations überprüft Kamera-Setup bei einer Videoproduktion während eines Drehtags

Tipps für Unternehmen: Darauf solltest du bei Filmproduktionen achten

Wenn du mit einer Filmproduktion oder Videoagentur zusammenarbeitest, lohnt es sich, ein paar Punkte frühzeitig zu klären.

1. Schau in den Vertrag

Die wichtigste Grundlage ist immer der Vertrag.

Darin sollte klar geregelt sein:

  • welche Stornofristen gelten

  • welche Kosten bei kurzfristigen Absagen entstehen können

  • welche Leistungen bereits als erbracht gelten (z. B. Konzept oder Planung)

Diese Regelungen schützen beide Seiten – sowohl die Produktion als auch den Auftraggeber.

2. Plane genügend Puffer ein

Gerade bei größeren Drehs lohnt es sich, zeitlich etwas Luft einzuplanen.

Wenn wichtige Personen teilnehmen, externe Locations gebucht werden oder das Wetter eine Rolle spielt, kann ein zusätzlicher Planungsspielraum sehr hilfreich sein.

3. Kommunikation ist entscheidend

Je früher eine Produktion von möglichen Problemen erfährt, desto besser lassen sich Lösungen finden.

Manchmal lassen sich Termine noch verschieben oder Ressourcen umplanen – aber das funktioniert nur, wenn man früh genug darüber spricht.

Trotzdem schauen wie immer auf den Einzelfall

Auch wenn Verträge klare Regelungen enthalten, schauen wir uns jeden Fall individuell an.

Wenn es einen guten und nachvollziehbaren Grund gibt, findet man in der Regel immer eine Lösung, mit der alle Beteiligten leben können.

Denn am Ende geht es bei einer Videoproduktion immer um Zusammenarbeit und Vertrauen.

Und ganz ehrlich: Es kommt kaum vor

Tatsächlich müssen wir sagen:

Dass ein Kunde völlig ohne Grund einen Dreh abgesagt hat, haben wir so in all den Jahren noch nicht erlebt.

In den meisten Fällen gibt es nachvollziehbare Gründe – und dann findet man auch gemeinsam eine Lösung.

Willst du
loslegen?

Oder sollen wir uns erstmal bei einer Tasse Ostfriesen-Tee kennenlernen? Ganz egal, wir freuen uns darauf, mit dir ins Gespräch zu kommen!

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